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Äpfel als möglicher Schutz vor Darmkrebs

Inhaltsstoffe beeinflussen Darmzellen-Entwicklung positiv

10.07.2006
 
Verschiedene aktuelle Studien zeigen, dass zwischen Ernährung und Darmkrebs ein Zusammenhang besteht. Eine kalorienreiche Ernährung mit hohem Anteil tierischer Kost fördere das Entstehen von Dickdarmtumoren, während dem Konsum von faserreicher und ballaststoffreicher Kost wie etwa Obst und Gemüse eine präventive Wirkung zugeschrieben wird. Eine Arbeitsgruppe der Universität Jena erforscht nun, wie bestimmte Inhaltsstoffe von Äpfeln die Entwicklung von Darmzellen beeinflussen. Darüber hinaus wollen die Ernährungswissenschaftler ermitteln, wie die Genexpression verläuft. Sie beteiligen sich damit an einem gerade bis 2009 verlängerten, vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten nationalen Forschungsnetzwerk mit Beteiligten von sechs deutschen Universitäten.

"Der Apfel ist eine einheimische Obstart, die in Gegensatz zu etwa Kiwis oder Soja bisher weniger gut erforscht wurde", erläutert Beatrice Pool-Zobel von der Universität Jena die Wahl für den Apfel als Untersuchungsobjekt. Zudem bilden Äpfel und Apfelprodukte einen wichtigen Bestandteil bei der Krebsprophylaxe, weil sie in Westeuropa ein Hauptlieferant für Flavonoide sind. Die Aufmerksamkeit der Jenaer Wissenschaftler gilt daher hauptsächlich diesem Inhaltsstoff. Um seine gesundheitsfördernde Wirkung zu erforschen, benutzen die Forscher einen gut charakterisierten Apfelextrakt aus einer für herkömmliche Apfelsäfte üblichen Sortenmischung. Bisher wurden die Studien an humanen Zellkulturen durchgeführt, aber Pilotversuchehaben gezeigt, dass der Verzehr eines entsprechenden Apfelsafts beim Menschen ähnliche Ergebnisse erreichen kann.

Die bisher erhaltenen Ergebnisse der Forscher zeigen, dass Flavonoide die Darmzellen tatsächlich beim Abbau und bei der Abwehr toxischer Substanzen unterstützen und damit das Risiko einer Krebserkrankung verringern. "Dabei konnten wir feststellen, dass die positive Wirkung beim Einsatz des komplexen Apfel-Extraktes stärker war als beim Einsatz einzelner Komponenten aus dem Apfel-Extrakt", so Pool-Zobel. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass auch die Trübstoffe eine bedeutende Rolle bei der Gesunderhaltung der Darmzellen spielen. Ob der regelmäßige Genuss von Apfelsaft tatsächlich die Exposition gegen unvermeidbare Kanzerogene reduzieren und damit das Risiko einer Krebserkrankung senken kann, muss nun mit weiteren Forschungen belegt werden. "Nach Vollendung unserer Studie hoffen wir darüber bessere Aussagen machen zu können", so Pool-Zobel.

Quelle: pte

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