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Mit 50plus noch Skifahren ?

Wer sich nicht überfordert, erzielt einen idealen Trainingseffekt

19.12.2006
 
Das Vorurteil, dass ältere Menschen mit schlechter Kondition wegen des hohen Verletzungsrisikos auf den alpinen Skilauf verzichten sollten, könnte bald der Vergangenheit angehören. "Wer keinenübertriebenen Ehrgeiz an den Tag legt und sich nicht überfordert, hat mit alpinem Skilauf einen idealen Trainingseffekt", erklärt Erich Müller. Er ist der Leiter des interfakultären Fachbereichs für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Salzburg. Müller stützt sich auf die ersten Ergebnisse einer Untersuchung, die am Fachbereich im Christian-Doppler-Labor für "Biomechanic in Skiing" gemacht wurde.

Zielgruppe der Studie waren Menschen der Generation 50 plus. Rund 500 Pistensportler dieser Altersgruppe wurden über Fahrkönnen, Motivation, Trainingszustand und Belastungen befragt. Weiters testeten Forscher zwei Gruppen von je 40 Personen auf ihre Fitness und beobachteten ihr Skifahrverhalten. Die Herzfrequenzder Probanden wurde ebenso gemessen wie die Länge der Fahrten, die gefahrenen Höhenmeter, die durchschnittliche Geschwindigkeit und die Pausen, die eingelegt wurden.

Das überraschende Ergebnis

Wurde bisher der alpine Skilauf gegenüber Sportarten wie Langlauf oder Bergwandern in Sachen Herz-Kreislauf-Training eher schlechter eingestuft, so hat sich gezeigt, dass der Pistenspaß geradezuoptimale Trainingseffekte hat.

"Wenn jemand drei bis vier Stunden Ski fährt, kommt er auf 60 bis 90 Minuten Netto-Herz-Kreislauf-Belastung", erläutert der Sportwissenschafter. Die Intervalle von Pausen und Bewegung sorgen für eine ausgeprägte Herz-Kreislauf-Belastung und bauen Kondition auf. Die Formel "schlechte Fitness = höheres Verletzungsrisiko" könnte angesichts solcher Ergebnisse bald widerlegtwerden.

Diese Belastung sei unabhängig von Fitnesszustand und Fahrkönnen des Skisportlers. "Wer weniger fit ist, fährt langsamer oder macht mehr Pausen", stellt Müller fest. Die Gesamtzeit des Herz-Kreislauf-Trainings bleibe bei 60 bis 90 Minuten je Skitag fast gleich. Mit gezielten Trainingsplänen - Abwechslung von Belastung und geringerer Intensität - könnte ein idealer Effekt für Kondition und Gesundheit erzielt werden, glaubt Müller.

"Sinnvoll betriebener Freizeitskilauf mit der richtigen Ausrüstung hat einen extrem positiven Effekt in Richtung Gesundheit - auch im Hinblick auf die psychische Gesundheit", sagt der Sportwissenschafter angesichts der ersten Untersuchungsergebnisse. Allerdings kann es nicht schaden, bereits vor dem Skiurlaub Sport zu betreiben. Denn bisher empfahlen Experten allen potentiellen Skiläufern, mindestens drei Monate vorher damit zu beginnen, mehrmals wöchentlich zu trainieren.

Martin Fiala, Ex-Mitglied der Deutschen Abfahrtsmannschaft, rät zu einem abwechslungsreichen Trainingsprogramm, das man gerne macht: "Als Vorbereitung für den Skiurlaub sind viele Sportarten geeignet. Am günstigsten ist es, Übungen für Kondition, Kraft und Koordinierung zu kombinieren."

Gut geeignet seien neben Turnen oder Joggen nahezu alle Trendsportarten wie Mountainbiking, Inlineskating o.ä., weil sie die drei genannten Aspekte kombinieren. Wer lieber zu Hause bleibt, könne sich laut Sporttrainern mit einfachen Übungen behelfen.

Man könne etwa unterschiedliche Kniebeugeübungen machen: einbeinig, zweibeinig, mit Handhanteln, barfuss oder mit Schuhen, mit offenen oder geschlossenen Augen und auf verschiedenem Untergrund.

Quelle: gl


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