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Wildobst: Gesunde Köstlichkeiten aus der herbstlichen Natur

Als Marmelade, Kompott, Sirup & Co. den ganzen Winter lang genießen.


26.09.2013

Im Herbst ist Wildobstzeit. Ausgedehnte Spaziergänge in der Natur bieten sich zum Sammeln an. Die Köstlichkeiten lassen sich gut haltbar machen und können so den Winter über in Form von Marmeladen, Kompotten, Sirupen und Co. genossen werden.

Wildgehölze wie Hagebutten, Schlehen, Dirndl, Sanddorn und Holunder sind auf Wiesen und Böschungen, an Waldrändern, aber auch in der Umgebung von Häusern zu finden. "Wegen seines hohen Nährstoffgehalts ist Wildobst für die Ernährung sehr wertvoll!", erklärt Ernährungsexpertin Christa Ruspeckhofer und weiter: "Geerntet werden kann Wildobst von September bis November. Ich rate aber, wirklich nur Früchte einzusammeln, die man zweifelsfrei erkennt und die bereits voll ausgereift sind."

Die richtige Reife ist zumeist an einer kräftigen Farbe der Schale und der Fruchtgröße erkennbar. Schlehen sammelt man beispielsweise am besten nach dem ersten Frost, damit sie weniger bitter schmecken. Bei den Sammelgängen ist es gut, einen Kübel oder ein großes Gefäß mit Tragegriff mitzunehmen. Auch Handschuhe können eine gute Hilfe sein, um Hautverletzungen zu vermeiden, da manche Wildgehölze Stacheln beziehungsweise Dornen besitzen.
Beim Einsammeln der Früchte gilt es darauf zu achten, dass keine Schäden an Bäumen, Pflanzen und Sträuchern verursacht werden. Bei den Spaziergängen ist es wichtig, keinen Abfall oder Zigarettenstummel zurück zu lassen, sich möglichst ruhig zu verhalten und Lärm zu vermeiden, um die Wildtiere nicht zu stören.

Das Besondere an den Wildobstsorten ist der hohe Vitamingehalt und dabei vor allem das Vitamin C, die enthaltenen Ballaststoffe und natürlichen Fruchtsäuren. Die kleinen Nährstoffpakete können den Vitaminspeicher für den Winter nochmals richtig füllen und das Immunsystem stärken. Wildobst passt geschmacklich auch sehr gut zu vielen traditionellen Herbstgerichten. Einige Wildobstarten wie die Schwarze Holunderbeere sind roh ungenießbar und müssen zuerst gekocht werden, bevor sie zu Kompott, Sirup oder Gelee verarbeitet werden können.

Hagebutten werden aufgrund ihres sehr hohen Vitamin-C-Gehaltes seit jeher zur Stärkung der Abwehrkräfte genutzt. Der Tagesbedarf an Vitamin C eines Erwachsenen wird schon durch ca. 8 Gramm Hagebutten gedeckt. Zudem enthalten die roten Wildfrüchte weitere Vitamine, verdauungsfördernde Gerbstoffe, Fruchtsäuren, Pektin und zahlreiche Mineralstoffe.
Sanddorn hat den höchsten Vitamin-C-Gehalt von Früchten, wobei 100 g Sanddornbeeren rund 450 mg liefern. Hingegen ist der Gehalt in Zitronen mit rund 53 mg pro 100 g deutlich geringer.

Dirndl, auch bekannt als Kornelkirschen, sind saftreich und schmecken säuerlich herb. Sie können roh oder verarbeitet zu Konfitüre, Desserts oder eingelegt in Salzlake genossen werden. Die beste Zeit zum Sammeln sind die Monate September und Oktober. Je dunkler die Früchte sind, desto reifer, süßer und aromatischer schmecken sie.
Schlehen können gut zu Marmelade, Gelee, Mus oder auch Likör verarbeitet werden. Bei der Zubereitung sollte darauf geachtet werden, die blausäurehaltigen Kerne nicht zu verarbeiten oder zu beschädigen.

Rezeptideen:

Dirndl in Salzlake
Zutaten: 1 Liter Wasser, 300 g Salz, 350 g nicht ganz reife Dirndl (orange, nicht dunkelrot)
Zubereitung: Wasser und Salz aufrühren und aufkochen, saubere Dirndl in die Salzlake legen, mit einem Teller beschweren und abkühlen lassen. An einem kühlen Ort bei 10 bis 15 °C 4 bis 6 Wochen stehen lassen.

Hagebuttenmarmelade
Zutaten: 500 g Hagebutten (entkernt gewogen), 0,5 Liter Wasser, 400 g Zucker oder Honig, Zimt nach Belieben.
Zubereitung: Hagebutten waschen, Krönchen und Stiel wegschneiden, halbieren und entkernen bzw. die feinen Härchen auskratzen. Die Hagebutten in eine große Pfanne geben, mit Flüssigkeit begießen, zugedeckt über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag weich dünsten und passieren. Zucker zugeben, ca. 10 Minuten kochen lassen und heiß in saubere Gläser abfüllen, sofort verschließen.
Hagebuttenmarmelade schmeckt als Brotaufstrich, als vitaminreiche Beigabe im Müsli oder in Kuchen und Bäckereien.

Quelle: eNu

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