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Werbeversprechen auf der Verpackung

Viele Mogelpackungen als umweltfreundlich oder biologisch gekennzeichnet

Die Zunahme von Werbeversprechen auf Verpackungen, die eine umweltfreundliche oder biologische Herkunft vortäuschen, hat der Weltdachverband für Verbraucherorganisationen Consumers International bei einer Pressekonferenz in Wien kritisiert. Allein in Österreich wurden auf 55 Produkten 69 Behauptungen gefunden, die eine heile Welt versprechen. Am häufigsten findet man hier Verpackungen, die eine idyllische Natur oder traditionelle bäuerliche Bewirtschaftung zeigen. Bei den Konsumenten entstehen so völlig falsche Vorstellungen über die Bedingungen der heutigen Massenproduktion. "Auch Produktnamen wie z.B. "Landliebe" werden oft als Marketingtrick eingesetzt, um Naturnähe zu suggerieren", kritisierte Birgit Beck, Mitarbeiterin des österreichischen Vereins für Konsumenteninformation (VKI) und Verantwortliche für das Projekt "Green Food Claims".

Der VKI beteiligte sich an dem internationalen Projekt des CI, bei dem derartige Werbebotschaften, auch "Green Food Claims" genannt, aufgespürt und auf ihre Glaubwürdigkeit überprüft wurden. "Green Food Claims", die durch Worte, Bilder oder Logos eine idyllische Natur vermitteln, verleiten oft zum Kauf. "Sie suggerieren Konsumenten gerne, Produkte würden besonders umweltverträglich oder nachhaltig hergestellt, obwohl sie sich überhaupt nicht von herkömmlichen Erzeugnissen unterscheiden", sagte Beck. Viele Verpackungen verweisen auf einen kontrollierten Anbau. Die gesetzlichen Bestimmungen bleiben aber häufig unerfüllt und Überprüfungen von unabhängigen Instanzen fehlen. Ein weiteres Beispiel sind Logos auf Thunfischdosen, die versprechen, dass beim Fang keine Delfine zu schaden kommen. Keines dieser Siegel ist anerkannt oder durch Gutachten von Experten gerechtfertigt, erläutern die Konsumentenschützer.

Regelungen für die Werbung auf Produktverpackungen gibt es zwar, oft sind diese aber nicht gesetzlich verankert. Die ISO-Normen beispielsweise legen Regeln für umweltbezogene Werbung und irreführende Markenbezeichnungen fest. Diese Normen sind bisher aber noch ohne gesetzliche Basis und daher unverbindlich. Viele gesetzliche Bestimmungen ermöglichen Firmen einen zu großen Spielraum. Das österreichische Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) untersagt irreführende Werbung. Eine Definition, was als irreführend angesehen wird, fehlt allerdings. "Da es für den normalen Verbraucher mittlerweile unmöglich ist zwischen zuverlässiger und bedeutungsloser Kennzeichnung von Lebensmitteln zu unterscheiden, können Konsumenten nicht mehr verantwortungsbewusst handeln", meinte CI-Projektleiter Bjarne Pedersen.

In den USA und Osteuropa werden falsche Werbebotschaften oft sogar direkt eingesetzt. Die Gesetzgebung in den USA geht im Allgemeinen sehr locker mit der Kennzeichnung von biologischen Lebensmitteln um. Die Verantwortung liegt dort zum größten Teil beim Hersteller. Besonders problematisch ist die Situation in den EU-Beitrittskandidaten-Ländern. In Rumänien gibt es beispielsweise noch keine gesetzliche Definition von biologischen Produkten. Ein im gesamten europäischen Raum gültiges EU-Bio-Gütesiegel gibt es zwar schon, eingesetzt wird es allerdings noch kaum.

Quelle: pte


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