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Orangen : Chinas goldene Äpfel

Kleine Warenkunde

31.01.2006

Der Ursprung klingt im Namen nach. Die Orange oder "Apfelsine", wie die Deutschen sagen, stammt ursprünglich aus China. Die Beerenfrucht ist mehr als 20 Millionen Jahre alt (sagen die Paläobiologen), gehört zu den drei wichtigsten Fruchtsorten der Welt (sagen die Ökonomen) und ist ohne Zweifel eine der wohlschmeckendsten Früchte (sagt der Orangenfreund). Der hohe Vitamin-C-Gehalt der Frucht schützt im Winter vor Erkältungen und anderen Gebrechen (sagt der Doktor) und die ätherischen Öle verströmen einen zauberhaften Geruch (sagen die Kenner feiner Düfte).

Wie bei vielen anderen Zitrusfrüchten lässt sich die Herkunft der Orange nicht zweifelsfrei bestimmen. Vor 20 Millionen Jahren entstand vermutlich die Urform der Zitrusfrucht im malayischen Archipel, zu einer Zeit, als die Inseln des Südpazifiks noch Teil einer sowohl von Asien als auch Australien umfassenden Landmasse waren. Zahlreiche Überreste von Zitrusschädlingen lassen darauf schliessen, dass sich die Pflanze später in Südchina weiterentwickelt hat. Als Kulturpflanze angebaut wird die Orange seit mehr als 4.000 Jahren.

Für den grossen Botaniker Carl von Linné war die Orange zweifelsfrei chinesischen Ursprungs, denn er gab ihr den Namen "Citrus sinensis", woraus sich die deutsche Bezeichnung Apfelsine ableitet. Das Wort "Orange" entwickelte sich aus dem Sanskrit. Auf dem ersten grossen Zwischenstopp der Zitrusfrucht Richtung Europa, auf dem Westweg nach Indien, gaben die Hindus den Orangen die Bezeichnung "naranj" - ein Wort, das die Araber später im ganzen Mittelmerraum verbreiteten. Im  Spanischen wurde daraus "naranja", im Italienischen "arancia" und im Französischen "orange".

Orangen haben gerade Hochsaison. Die meisten der bei uns zwischen Oktober und März verkauften Früchte kommen aus dem Mittelmeerraum, v.a. aus Spanien und Italien. Im Sommer finden sich auch Früchte aus Südamerika oder Südafrika im Angebot. Generell wachsen Orangen in subtropischen oder tropischen Klimazonen ohne lange Regenperiode. Nördlich und südlich des Äquators, zwischen dem 25. und 40. Breitengrad, zieht sich das Anbaugebiet der Orangen wie ein Gürtel um den Globus.

Die Frucht - genau genommen ist es eine besondere Form der Beere (Hesperidium) - hat eine sehr lange Reifeperiode, etwa 7–8 Monate. Nicht selten kann man deshalb an einem Baum Blüten und Früchte gleichzeitig sehen. Orangen müssen am Baum reifen, denn sie reifen nicht nach. Je länger die Orangen am Baum hängen, desto tiefer ist der Säure- und desto höher der Zuckergehalt. An der Farbe der Schale ist der Reifegrad der Frucht ohnehin nicht zu erkennen. Eine reife Orange muss nicht orange, sie kann auch grün sein. Die Farbe hängt von den Temperaturunterschieden ab. Kühlt es in der Nacht nicht ab, bleibt die Orange grün.

Damit Orangen möglichst makellos aussehen und zum Schutz vor Insekten, Milben und Pilzbefall, werden sie mehrmals im Jahr mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Deshalb ein Einkaufstipp: Je weniger die Schale glänzt (Wachsbehandlung), je unterschiedlicher die einzelnen Früchte in Form, Farbe und Grösse sind, desto weniger wurden die Orangen chemisch behandelt. Wird die Orangenschale in der Küche - etwa zum Aromatisieren von Süssigkeiten oder Kuchen - gebraucht, sollte darauf geachtet werden, dass nur ungespritzte Früchte verwendet werden.

Quelle: SGE

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